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Nachhaltige Wertschöpfung im Süden

«Velos für Afrika» konzentriert sich im Norden wie im Süden auf langfristige Partnerschaften mit gemeinnützigen Organisationen und privaten Initiativen. Diese bauen lokale Velokreisläufe auf und betreiben Velo- und Ausbildungsstätten. 

Das sind zur Zeit die wichtigsten Partnerships:

> An der St. Paul’s Technical School SPATS in Kukurantumi/Ghana begleitet und betreut die Berner Fachhochschule für Architektur, Holz und Bau BFH, Standort Biel, im Auftrag einer Schweizer Stiftung die Erweiterung des Ausbildungsangebots und die Entwicklung neuer Dienstleistungen und Produktionsbereiche. Jetzt werden in Kooperation mit «Velos für Afrika» im SPATS-District Mechanik auch Velomechaniker ausgebildet, Velos repariert und verkauft.

> Gebana afrique, eine Tochter-GmbH der Schweizer Traditionsorganisation für fairen Handel, arbeitet in Burkina Faso mit verschiedenen Bauerngenossenschaften zusammen. Die Kleinbauern bauen unter anderem Mango und Cashew-Nüsse an. Als Teil der Fairtrade-Prämie beliefert sie Gebana aus der Schweiz mit Recycling-Velos von Gump- & Drahtesel  und «Velos für Afrika». 

>  HEKS, das Hilfswerk der Evangelischen Kirchen Schweiz und «Velos für Afrika» beliefern die Eritrean National War Disabled Veterans Association ENWDVA – eine Kriegsversehrten-Vereinigung in Eritrea - mit Velos und Ersatzteilen. Sie machen damit nicht nur Menschen mobil, sondern helfen auch mit, in Eritrea ein funktionierendes Velohandelsnetz aufzubauen. Das sichert Arbeit und Verdienst, sagt Raymund Rohner, Länderverantwortlicher für Eritrea und Äthiopien bei HEKS.

> Fepa, der Fonds für Entwicklung und Partnerschaft in Afrika unterstützt unter anderem das Youth Ahead Zimbabwe YAZ-Jugend-Projekt in Kuwadzana, einem Township bei Harare, der Hauptstadt von Zimbabwe.  YAZ bildet arbeitslose junge Menschen im Alter von 16 bis 30 Jahren handwerklich aus. Zur Philosophie von YAZ gehört ein ganzheitlicher Ansatz, indem Fach- und Sozialkompetenz sowie staatsbürgerliche Bewusstseinsbildung gefördert werden – letzteres bei strikter parteipolitischer Abstinenz. Fepa und «Velos für Afrika» beliefern YAZ mit Velos und Ersatzteilen aus der Schweiz. Geplant ist auch der Aufbau einer Velowerkstatt mit Ausbildungsplätzen für die Jugendlichen.

> «Etre comme les autres/ ECLA» ist eine Nichtregierungsorganisation im Norden von Burkina Faso. ECLA unterstützt Behinderte, Arbeitslose und Strassenkinder durch Hilfe zur Selbsthilfe. ECLA organisiert Anbauprogramme, Aufforstungen, pharmazeutische Versorgung, stellt orthopädische Hilfsmittel, dreirädrige Behindertenfahrzeuge auf Velobasis und Kunsthandwerk her, baut Schulen, Spitäler und gründete sogar eine Bank für Minderbemittelte. Viele Jugendliche, die vorher ohne Zukunftsperspektiven waren, haben bei ECLA Ausbildung und Erwerb gefunden. «Velos für Afrika» arbeitet seit Projektstart mit ECLA zusammen. Es wurden bisher rund 15 000 Schweizer Velos an ECLA nach Burkina Faso geliefert. Die beiden Organisationen erhielten für ihre Kooperation und ihr Engagement im Süden wie im Norden 2002 den renommierten «Nord/Süd-Preis» der Bethlehem Mission und des Romerohauses Luzern.

> Neben Selbsthilfeorganisationen beliefert «Velos für Afrika» seit Jahren auch ausgewählte afrikanische Kleinunternehmer mit Velos aus zweiter Hand. Ein langjähriger Kunde und Brückenbauer ist John Edusei aus Kumasi in Ghana. Er hat in England Entwicklungszusammenarbeit studiert. Durch den Velohandel verbindet Edusei sein theoretisch erworbenes Wissen mit seinen kaufmännischen Fähigkeiten und seinem tatkräftigen Einsatz für seine Landsleute. Über den riesigen westafrikanischen Markt von Kumasi gelangen die revidierten Schweizer Fahrräder bis in die umliegenden Nachbarländer.

 

 

 
 
 
 
 
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