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Fragen zum Norden
Fragen zum Süden

 

 

 

Häufig gestellte Fragen zu «Velos für Afrika»

«Velos für Afrika» im Norden

 

Warum soll ich mein altes Velo spenden?

Eine Velospende macht dreifach Sinn: Der Abfallberg in der Schweiz wird reduziert. Durch das Velorecycling erhalten erwerbslose Menschen in der Schweiz einen befristeten Arbeitsplatz. Und die Fahrräder sichern in Afrika CO2-freie Mobilität und Einkommen.

 

Wo und wie kann ich mein Velo spenden?

An über 500 Stellen in der Schweiz – bei permanenten Sammelstellen, an Sammelanlässen oder einem Bahnhof mit Gepäckaufgabeschalter.
Hier finden Sie den nächstgelegenen Abgabeort

 

Holt «Velos für Afrika» alte Fahrräder auch ab?

Ja, sofern es ökologisch und ökonomisch Sinn macht, holen der Gump- & Drahtesel oder die Partnerbetriebe grössere Mengen an Fahrrädern auch ab. Hier finden Sie die Liste der Abholorganisationen

 

Nehmen Sie Velos aller Kategorien?

Ja, vom Kinder- über das Damen- bis zum Herrenvelo; Renner, Citybikes, Mountainbikes oder Tandems – kurz: alles was zwei Räder hat.

 

Müssen die Velos fahrtüchtig sein?

Nein, es werden alle Velos entgegengenommen. Nicht mehr fahrtüchtige Velos werden repariert. Ist eine Reparatur nicht mehr möglich, werden einzelne Teile als Ersatzteile für den Export aufbereitet oder in der Metallwerkstatt des Gump- & Drahtesels in pfiffige Produkte umfunktioniert (z.B. in Tischlampen oder Riesenbüroklammern).

 

Kann man bei Ihnen auch Velos kaufen?

Ja, maximal 15% der gesammelten Velos werden im Drahtesel-Laden an der Waldeggstrasse 27 in Bern-Liebefeld als Occasions-Velos verkauft. Der Erlös fliesst in das Projekt «Velos für Afrika».
Zum Drahtesel-Laden (Adresse, Lageplan und Öffnungszeiten)

 

Wie teuer ist ein Occasions-Velo aus dem Drahtesel-Laden?

Die Preise reichen von rund 250 bis 1'000 Franken. Sozialhilfebezüger erhalten günstige Budget-Velos bereits ab 100 Franken.

 

Wie kann ich «Velos für Afrika» unterstützen?

Mit Velospenden, Geldspenden und mit Freiwilligenarbeit.
Weitere Informationen zur Velospende
Weitere Informationen zur Geldspende
Weitere Informationen zur Freiwilligenarbeit

 

   

«Velos für Afrika» im Süden

 

Macht es aus ökologischer Sicht Sinn, alte Fahrräder von der Schweiz nach Afrika zu transportieren?

Ja, der Export von Recycling-Velos aus der Schweiz macht ökologisch Sinn. Die Produktion eines neuen Fahrrades verbraucht viel mehr Energie und Rohstoffe als die Wiederverwertung inklusive Transport per Schiff nach Afrika. Dank der guten Qualität der Schweizer Velos kommen diese in Afrika nochmals während 10 bis 20 Jahren zum Einsatz.

 

In welche Länder werden die Velos geliefert?

Vor allem nach Burkina Faso, Eritrea, Tansania, Ghana, Gambia, an die Elfenbeinküste und nach Madagaskar.

 

Wer erhält die Schweizer Recycling-Velos?

Die Velos gehen an Partnerorganisationen in Afrika, die sorgfältig ausgewählt wurden: z.B. HEKS in Eritrea, Gebana Afrique in Burkina Faso, Vijana Bicycle Center in Tansania, St. Pauls Technical Center SPATS in Ghana, Neneh in Gambia und weitere.

 

Was nützt mein Fahrrad in Afrika?

Die Velos verbessern die Lebensbedingungen der lokalen Bevölkerung in mancher Hinsicht stark: Sie schaffen erdölunabhängige und CO2-freie Mobilität. Sie sind solide Transportmittel für Menschen und Ware. Sie verkürzen Arbeits-, Transport- und Schulwege, da die Leute nicht mehr zu Fuss gehen müssen. Sie sichern Einkommen und es entstehen Arbeitsplätze durch Velowerkstätten sowie durch den Velo- und Ersatzteilhandel vor Ort.

 

Werden die Velos in Afrika verschenkt?

Nein, die Velos werden nicht verschenkt, sondern zu einem Unkostenbeitrag an unsere lokalen Partner verkauft. Dafür gibt es gute Gründe: Wir wollen eine nachhaltige soziale und ökologische aber auch eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung. Würden die Velos verschenkt, entstünde eine unerwünschte Abhängigkeit und ein allfällig bestehendes lokales Velogewerbe würde zusammenbrechen.

 

Wenn die Velos verkauft werden, können nicht die Ärmsten davon profitieren, sondern Menschen, die einen gewissen Lebensstandard haben. Das ist doch falsch!?

«Velos für Afrika» will möglichst vielen Menschen den Zugang zu Velos ermöglichen. Gleichzeitig soll aber auch der lokale Markt durch die Arbeit von «Velos für Afrika» und ihren Partnern entwickelt werden. Die Velopreise sind so gestaltet, dass sich untere und mittlere Einkommensschichten ein Velo leisten können und die lokalen Partnerwerkstätten gleichwohl überlebensfähig sind. Spezielle Förderprogramme (wie z.B. Bike-to-School für Schüler oder Fairtrade-Bauernkooperativen für Produzenten von Mangos und Cashewnüssen) ermöglichen den meisten Menschen, ein Velo zu erstehen.

 

Wie garantiert «Velos für Afrika», dass die Schweizer Recycling-Velos nicht in falsche Hände geraten?

«Velos für Afrika» arbeitet mit wenigen ausgewählten und meist langjährigen Partnern zusammen. Alle Partner wurden sorgfältig und nach einem Kriterienkatalog ausgesucht. Mit regelmässigen Besuchen vor Ort vergewissert sich «Velos für Afrika», dass die Qualitätskriterien eingehalten werden und allfällige Schwierigkeiten werden im direkten Kontakt mit den Partnern gelöst.

 

Wie lange fährt ein Schweizer Recycling-Velo in Afrika? Und können defekte Velos in Afrika überhaupt repariert werden?

Ein Schweizer Recycling-Velo fährt in Afrika noch 10 bis 20 Jahre. Das Velo ist für die Menschen enorm wichtig, entsprechend wird zu den Rädern Sorge getragen. Sind sie defekt, werden sie durch lokale Veloreparaturwerkstätten geflickt. «Velos für Afrika» liefert den Partnern bei Bedarf aufbereitete Ersatzteile. Und gemeinsam mit den lokalen Partnern werden auch Velomechaniker ausgebildet.

 

Konkurrenzieren die Schweizer Velos das lokale Velogewerbe?

Nein, im Gegenteil: Afrika ist ein ungesättigter Markt. Es besteht ein grosser Bedarf an Velos. Dank unserem Projekt kann ein Teil des Bedarfs gedeckt werden und es entstehen kleine Velowerkstätten vor Ort. Bei der Auswahl von neuen Partnern prüfen wir sorgfältig, dass keine allenfalls bereits bestehenden Velohändler konkurrenziert werden.

 

Wie viel kostet der Transport von Velos aus der Schweiz nach Afrika?

Der Transport eines Containers z.B. nach Ghana mit ca. 500 Velos kostet rund 5'000 Franken. Hinzu kommen Zölle und Inlandtransportkosten.

 

   
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